Emigration

Viele wanderten aus. Naturkatastrophen und Hunger liessen vielfach keine Alternative. In der Armut des 19. Jahrhunderts suchten viele ihr Glück in den USA und Kanada. Bereits ein Jahrhundert zuvor war durch die amerikanischen Walfänger eine enge Bindung zu Nordamerika entstanden. Sie hatten die Jagd auf die Riesensäuger ja eingeführt. Man fuhr als Tagelöhner mit den Schiffen gen Westen und hoffte auf bessere Zeiten. Nur wenige kehrten je zurück. Zwischen 1970 und 1980 nahm die Bevölkerung um 15% von 290.000 auf 240.000 ab. Seit 1981 gehen die Bevölkerungszahlen glücklicherweise wieder leicht nach oben.
In den USA leben heute mehr Menschen mit azoreanischer Abstammung als auf den neun Inseln selbst. Man spricht von rund 800.000 Exil-Azoreaner und deren Nachkommen. Aus der Ferne unterstützt man so seine Daheimgebliebenen und kehrt später im Idealfall reich zurück, wenn das Heimweh doch überwiegt. Auch bei den Auswanderern herrscht eine enge Bindung an ihre alte Heimat. Der zunehmende Tourismus hat in jüngster Zeit aber wieder neue Perspektiven geschaffen.